Donnerstag, 05. April 2018, 20.00 Uhr - Lesung
Lyonel-Feininger-Galerie, Schlossberg 11, 06484 Quedlinburg

Die Werke des Schriftstellers W. G. Sebald (1944 - 2001) nehmen in der deutschen Nachkriegsliteratur eine einzigartige Position ein. Das betrifft nicht nur die Themen, sondern auch die Komplexität seines Schreibstils. Seine Essays, Romane und Erzählungen kreisen um Urthemen der Literatur, die im postmodernen Unterhaltungsbetrieb aber immer weiter zurückgedrängt werden. Zu nennen wären die Bedingungen, unter denen sich das Erinnern konstituiert, Funktionen und Wirkungen des Vergessens, Verlustbeschreibungen am Beispiel des Heimatbegriffs, globale Mobilität und Ortlosigkeit, Emigration als geistige Daseinsform, die Magie der Dinge als Gegenstände des Überdauerns.
Diese Lesung wird Textpassagen aus unterschiedlichen Büchern von Sebald anbieten. Im Zentrum stehen Reflexionen zur Wahrnehmung des „Anderen“. So stellt die Veranstaltung einen Bezug zur parallel laufenden Ausstellung „Willkommen im Abschied - Fotografische Positionen über Fremdheit und Nähe“ her. (Foto Sebald: Ulf Andersen/Getty; Foto Schörnig: Pressefoto)

Informationen und Kartenvorverkauf über Lyonel-Feininger- Galerie, Tel.: 03946 / 68 95 93 80 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eintritt: 6,00 €

Der 18. Quedlinburger Bücherfrühling wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und den Landkreis Harz